Arbeitskreis Sanitätsdienst

Über uns

Definition

Die Reservistenarbeitsgemeinschaft Arbeitskreis Sanitätsdienst (RAG AkSan) ist eine bundesweite Arbeitsgemeinschaft und eine Unterorganisation des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. Er ist damit Teil der verwendungsunabhängigen, freiwilligen Reservistenarbeit. Seine Gründung erfolgte im Jahre 1988. Der Vorsitzende der RAG AkSan ist gleichzeitig der Beauftragte des Präsidiums des VdRBw für den Sanitätsdienst.

Aufgabe

Der Arbeitskreis befasst sich mit allen Fragen, die die Reserve des Sanitätsdienstes der Bundeswehr berühren. Hierbei kümmert er sich besonders um deren Fortbildung, Information und Organisation. Außerdem versteht sich der Arbeitskreis Sanitätsdienst als Multiplikator der Streitkräfte und bemüht sich um Vermittlung und Integration der Bundeswehr - insbesondere des Sanitätsdienstes der Bundeswehr - in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Er ist die zentrale Vertretung der Reservisten vor dem Führungsstab des Sanitätsdienstes und bei der Ausplanung nichtaktiver Truppenteile, der Erstellung von Ausbildungsplänen, Konzeption von Lehrgängen und deren Durchführung beteiligt.

Mitglieder

Reservisten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, die sowohl im Zivilberuf als auch als Reservist engagierte Leistungsträger in entsprechender Funktion sind, bilden den Kreis der Mitglieder des Arbeitskreises. Es finden sich dort Unteroffiziere, Truppen- und Sanitätsoffiziere der Reserve des Sanitätsdienstes, vom Ingenieur über den Lehrer, praktischen Arzt oder Unfallchirurgen bis zum Klinik- oder Institutsdirektor einer Universität ebenso wie IT-Spezialisten aus dem Gesundheitswesen oder Katastrophenmanager einer großen Feuerwehr, die motiviert sind, sich militärisch auf dem laufenden zu halten. Die Mitgliedschaft im Reservistenverband ist Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis Sanitätsdienst. Die Aufnahme in den Arbeitskreis erfolgt nach Abgabe einer entsprechenden Erklärung bei der Bundesgeschäftsstelle des Reservistenverbandes.

Beirat

Im Beirat des Arbeitskreises bringen sich solche Mitglieder ein, die besondere Kompetenzen in speziellen Bereichen haben, die den Sanitätsdienst berühren. Sowohl die Struktur des Beirats mit seinen einzelnen Fachreferaten und Kompetenzgruppen, als auch seine Zusammensetzung wird aktuell den Erfordernissen angepasst.

Leitung

Der Arbeitskreis wird durch einen gewählten Vorstand geleitet. Dieser umfasst einen geschäftsführenden Vorstand, der aus einem Vorsitzenden sowie drei Stellvertretern besteht, sowie einem erweiterten Vorstand. Der Vorsitzende des Arbeitskreises ist mit dem ständigen Kontakt zum Führungsstab des Sanitätsdienstes der Bundeswehr beauftragt. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands findet sich unter "Vorstand" auf dieser Homepage.

Fachreferate

Die Einrichtung der Fachreferate soll den Vorstand in seiner Arbeit, gerade vor dem Hintergrund der CIOMR-Präsidentschaft, entlasten. Die Fachreferatsleiter haben eine rein koordinative Funktion. Die Fachreferate sind in einzelne Kompetenzgruppen unterteilt. Innerhalb der Fachreferate erfolgt eine "Kompetenzbündelung", da viele Problematiken mehrere Kompetenzgruppen gleichzeitig berühren. Durch die Fachreferate ist die Vorbereitung von Tagungen wesentlich einfacher, da hier die Beiträge der Kompetenzgruppen gesammelt und koordiniert werden.

Selbstverständnis

Der Arbeitskreis Sanitätsdienst will qualifizierten Nachwuchs engagierter Reservisten gewinnen, nachhaltig motivieren, sowie Mittler und Multiplikator für den Sanitätsdienst auf der Basis einer modernen Leistungsorientierung sein. Im Rahmen der Transformation der Streitkräfte versteht der AkSan die Weiterentwicklung der freiwilligen, beorderungsungebundenen Reservistenarbeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr als permanenten Optimierungsprozess auf allen Ebenen. Dies umfasst Aufgaben, Perspektiven, Werte und Ziele ebenso wie Organisation, Strukturen und Kommunikation. Dabei ist vorrangig, die Ziele des Sanitätsdienstes der Bundeswehr auf dem Boden einer qualifizierten zivilberuflichen Tätigkeit, Motivation und dem Willen zur ständigen Fortbildung auch im militärischen Bereich zu unterstützen.

Newsletter

Der "AkSan Newsletter" ist ein elektronisches Medium und ein Forum, um Selbstverständnis, Werte, Auftrag und Ziele darzustellen sowie über Aktivitäten zu berichten, die aus dem Arbeitskreis kommen oder diesen berühren. Er soll auch Transparenz über das erzeugen, was der Arbeitskreis Sanitätsdienst eigentlich macht und die Kommunikation nach innen und außen fördern. Der AkSan Newsletter erscheint vierteljährlich und steht kostenlos zum Download auf dieser Homepage zur Verfügung. Die deutsche Delegation der Confédération Interalliée des Officiers Médicaux de Réserve (CIOMR) unterhält eine ständige Rubrik hierin.

Tagung und Lehrgang

Die AkSan Frühjahrstagung findet Anfang März jedes Jahres statt und konzentriert sich im wesentlichen auf die Arbeit des Beirats und auf aktuelle Information. Sie dient ebenso als Jahreshauptversammlung, um Beschlüsse zu fassen. Die jeweilige Anmeldung hierfür kann über die Bundesgeschäftsstelle des Reservistenverbandes erfolgen. Im Herbst jedes Jahres gestaltet der AkSan den Lehrgang AK-0220 mit: "Fortbildung für Sanitätsoffiziere und Truppenoffiziere der Reserve in Führungsverwendungen des Sanitätsdienstes" an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. Dort wird aktuelle Fortbildung aus allen Bereichen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und den Sanitätsdiensten befreundeter Nationen konzentriert. Ärzte erhalten für diese Veranstaltung im Regelfall die Anrechnung von Fortbildungszertifikatpunkten durch die Bayerische Landesärztekammer. Die Einplanung kann jeweils über das Personalamt der Bundeswehr beantragt werden.

Kompetenz

Neben dem Vorstand ist der Beirat des AkSan ein Gremium, in dem umfassend Kompetenzen versammelt werden, die zum Sanitätsdienst gehören oder hierfür wertvoll sind und deren Mitglieder bestimmte Fachaufgaben übernehmen. Wer besondere Kompetenzen in den Beirat einbringen, im Newsletter publizieren oder auf Tagungen und Lehrgängen vortragen kann, ist dazu eingeladen, den Beirat zu bereichern. Der AkSan Beirat umfasst eine Reihe von Kompetenzgruppen, in denen auf der Basis besonderer Kenntnisse, Erfahrungen und Präsenz der Mitglieder bestimmte Schwerpunkte besondere Beachtung finden, die nach Bedarf weiter ausgebaut werden. Hierdurch soll keine Parallelstruktur zu Einrichtungen der Bundeswehr aufgebaut, sondern vielmehr sollen Kompetenzträger aus diesen Bereichen unter Reservisten zusammengeführt werden, um Synergien für eine effizientere Reservistenarbeit zu gewinnen.

Werte

Führen bedeutet nicht mehr ausschließlich das Befehligen von Legionen, weder in der Wirtschaft oder in anderen zivilen Bereichen, noch beim Militär. Führen bedeutet vielmehr, auf der Basis fundierten Wissens und Überzeugungskraft eine Aufgabe zu übernehmen und andere für die gesetzten Ziele zu gewinnen. Moderne Führung entsteht durch innere Stärke, Überzeugungs- und Begeisterungsfähigkeit. Hochqualifizierte Spezialisten und Führungspersönlichkeiten, die im zivilen Leben ihre Führungsstärke durch Kompetenz, Akzeptanz und soziale Intelligenz sowie Verantwortung und Sorge für ihre Familie täglich unter Beweis stellen, werden als Reservisten des Sanitätsdienstes benötigt. Tugenden wie Zuverlässigkeit, Präzision, Nachhaltigkeit, Exzellenz, Hilfsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sind Eigenschaften, die im Arbeitskreis Sanitätsdienst gepflegt werden. Da es um die Bewältigung komplexer Realaufgaben geht, zeichnet sich der moderne Reservist des Sanitätsdienstes auf dem Boden jener Qualitäten durch die Motivation aus, sich in die neuen Aufgaben der Bundeswehr einzubringen und sich militärisch auf dem laufenden zu halten. Reservist zu sein, ist kein Selbstzweck. Er definiert sich, nur für den Fall des Bedarfs bereit zu stehen. Es gibt keinen Sanitätsdienst der Bundeswehr hier und die Reservisten dort. Es gibt nur einen Sanitätsdienst der Bundeswehr, in dem die Reservisten integraler Bestandteil sind.

Ziele

Angebotsorientierung (im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne) als Reservistenkonzept für den Sanitätsdienst bedeutet, dass vor allem diejenigen, die sich durch Exzellenz im Zivilleben und Engagement für den Sanitätsdienst auszeichnen und zu permanenter militärischer Fortbildung bereit sind, als Reservisten in Frage kommen können. Es sind diejenigen, die somit auch Vorbildfunktion und Multiplikation übernehmen können, da sie über einen Erfolgshintergrund verfügen. Was die Bundeswehr tun kann, um attraktive Programme für Reservisten zu schaffen, ist die falsche Frage in einer Zeit, in der über die Abschaffung der Wehrpflicht diskutiert wird. Nur wenn für den nüchternen Beobachter jederzeit deutlich erkennbar ist, dass die Einbeziehung von Reservisten erhebliche Vorteile gegenüber anderen Alternativen bietet, gibt es einen hinreichenden Grund hierfür. Es ist das Ziel des Arbeitskreises, durch das Prinzip der Angebotsorientierung die Reserve des Sanitätsdienstes und damit den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu stärken.

CH53 im Anflug

Freiwillige Reservistenarbeit im Sanitätsdienst der Bundeswehr

Die Trennung zwischen freiwilliger, also verwendungsunabhängiger Reservistenarbeit und beorderungsgebundener Reservistenarbeit wird in Zukunft durch die Transformation der Bundeswehr deutlicher hervortreten als bisher. Auch wenn innerhalb des Arbeitskreises Sanitätsdienst Themen zur Sprache kommen, die die Reserve des Sanitätsdienstes als Ganzes umfassen, das heißt auch im Zusammenhang mit Fragen der Beorderung stehen, so ist der Arbeitskreis dennoch eine Einrichtung der freiwilligen Reservistenarbeit, da die beorderungsgebundene Reservistenarbeit ausschließlich von Dienststellen der Bundeswehr wahrgenommen wird.

Zukunftsfähigkeit durch Professionalisierung

Freiwillige Reservistenarbeit im Sanitätsdienst kann nur sinnvoll bestehen, wenn sie auf der Höhe der Zeit ist. Damit ist gemeint, dass permanent geprüft werden muss, ob man den Anforderungen der Gegenwart genügt und ob zukünftige Perspektiven angemessen berücksichtigt werden. Erkenntnisse hierdurch müssen stetig umgesetzt werden. Mag man dies klassisch als Professionalisierung, Qualitätssicherung oder permanentes Streben nach Optimierung bezeichnen, entscheidend ist, dass es im wesentlichen weniger um Traditionspflege als um zukunftsorientierte Prozesse und Ergebnisse geht. Benchmarking bedeutet für den AkSan den permanenten maximalen Einsatz im Bemühen, für die Reserve des Sanitätsdienstes der Bundeswehr im Vergleich eine Optimierung bei höchster Effizienz zu erzielen und dies auch zu vermitteln.

Perspektiven

Seit Mai 2004 hat sich allein schon der Beirat des Arbeitskreises qualitativ wie quantitativ vervielfacht, da in der AkSan Vollversammlung beschlossen wurde, alle Kompetenzen dort zu versammeln, die für den Sanitätsdienst wertvoll sind. Es wird eine Mitgliederliste geführt, Beschlüsse werden strukturiert gefasst und dokumentiert. Der Beirat ist definiert, die Zusammenarbeit mit dem Führungsstab des Sanitätsdienstes konstruktiv und vertrauensvoll, das Verhältnis mit CIOMR freundschaftlich und fruchtbar, der Herbstlehrgang neu konzipiert und die eigene Geschäftsordnung verabschiedet. Die bisher überaus positive und breit gefächerte Resonanz auf die aktuelle Entwicklung des Arbeitskreises sowohl von Seiten der Aktiven als auch der Reservisten bestätigt die Richtigkeit des Konzepts. Fortfahrend auf diesem Wege sollen die Kompetenzgruppen weiter ausgebaut werden.

Wachstum

Wachstum wird auch weiterhin bestimmendes Thema sein, wobei der Nachwuchs besondere Betonung erfährt. Ähnlich wie beim "Forum junger Reserveoffiziere im Sanitätsdienst", das im Jahre 1996 aus dem AkSan heraus als seine Nachwuchsorganisation ins Leben gerufen wurde und sich seither mit der Ausbildung und Förderung junger Reserveoffiziere im Sanitätsdienst befasst, befindet sich mit dem AkSan-Uffz eine entsprechende Organisation für die Unteroffiziere in Gründung. Gründungsmitglieder des "Forums" nehmen inzwischen herausgehobene Aufgaben im AkSan wahr. Der AkSan-Uffz wird ebenfalls einen ständigen Sitz im Beirat des AkSan haben. Grundsätzlich sind alle Reservistinnen und Reservisten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr eingeladen, dem AkSan beizutreten.

Themenzentrierung

Erstmals wurde im Jahre 2004 ein Lehrgangsthema vorgegeben, um durch Konzentration und Aktualität die Effizienz des Lehrgangs AK-0220 zu erhöhen. Der internationale Ansatz des neu konzipierten Lehrgangs soll in Abstimmung mit Fü San weiter ausgebaut und entsprechend den Aufgaben des Sanitätsdienstes, bei multinationalen Einsätzen "combined", "joint" und "CIMIC" interoperabilitätsfähig zu sein, zum festen Bestandteil einer jährlich aktualisierten Fortbildung für Sanitätsoffiziere und Truppenoffiziere der Reserve in Führungsverwendungen des Sanitätsdienstes werden. Internationale Einsätze bedeuten für Reservisten nicht immer Aufgaben fernab der Heimat, sondern insbesondere auch die Übernahme von Aufgaben in Deutschland, um jene Einsätze zu gewährleisten. Internationale Einsätze bedeuten aber auch Herausforderungen, die gesetzten Aufgaben interkulturell zu erfüllen, was wesentlich mehr bedeutet, als nur das Beherrschen einer Fremdsprache. Viele Sanitätsdienste befreundeter Nationen haben hierbei eine jahrzehntelange Erfahrung, die durch Zusammenarbeit genutzt werden kann. Durch die zusätzlichen Aufgaben im Inland als BeaSanStOffzZMZGesWes werden die Themata ZMZ und Katastrophenmedizin erheblich in den Vordergrund rücken. Daneben besteht auch die Vorgabe, die multinationalen Aufgaben des Sanitätsdienstes auch durch internationale Reservistenarbeit zu unterstützen.

Öffentlichkeits- und Medienarbeit


Rettungszentrum im Einsatz
Der Arbeitskreis Sanitätsdienst begreift seine Arbeit nicht als Wert an sich, sondern sucht diese durch Öffentlichkeitsarbeit zu vermitteln. Neben dem "AkSan Newsletter" publiziert der Arbeitskreis sein Selbstverständnis auch im Internet auf seiner Homepage, wirbt für die Mitarbeit und veröffentlicht zu verschiedenen Themen auch in anderen Medien. Der Arbeitskreis führt eigene Veranstaltungen durch und beteiligt sich aktiv an anderen, sowohl national als auch international. Es ist das Verständnis des Arbeitskreises, seine Aufgabe nur dann vollständig zu erfüllen, wenn er dies auch nach außen vermittelt.

Zusammenfassung

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